Nachwuchs des SV Treptow 46
  Chronik
 
Premiere gegen FC Karlshorst 1995 am 21.06.2009



Es war ein Sonntag, ich glaube es war so  gegen 11.30 Uhr. Berlin Eichbuschallee nahe der Spree, mitten im Wald. Ein paar kleine Steppkes, die Treptower Wölfe, trafen sich im Wald zum Fußball spielen. Eigentlich gar nichts besonderes, jedoch war es scheinbar ihr erstes Spiel. Sie trugen übergroße Deichmann Trikots, aber das störte niemanden. Es war egal, es war das erste Spiel.
Die Steppkes hätten auch mit dicken Daunenjacken gespielt, nur um endlich mal einen Gegner, einen Fremden von ausserhalb zu sehen und herauszufordern. Auf dem Platz erwartete man nicht allzuviele Zuschauer, ein paar Eltern vielleicht. Und wie immer kommt es anders als man denkt. Man sah Mama, Papa, Oma, Opa, Bruder, Schwester und sogar ein paar Groupies. Irgendwie schön, so viele unterschiedliche Menschen in einer kleinen Idylle. Man sah die Trainer der Steppkes, ich hörte wie einer sagte: "Wenn wir weniger wie 20 kriegen sind wir gut." - Optimist! Der andere Trainer lachte und sagte: "Nur nicht mehr, mal sehen.". Der Gegner,  die Kinder vom FC Karlshorst 1995 aus Köpenick spielten bereits im organisierten Fußball des Berliner Fußball Verband, eine Staffel mit anderen.  Der Klassenunterschied war im Vorfeld bereits zu erahnen. Das Spiel wurde angepfiffen, Anstoß hatten die Gastgeber. Viktor und Johann hatten die Ehre - es ging los.Unerwartet, es  war in den ersten 10 Minuten eine muntere Partie, wo die  Gastgeber gerade mal 2 Gegentore hinnehmen mussten. Das Stellungsspiel nicht vorhanden. Es gab erstmal nur einen 6 Mann starken Abwehrgürtel, aber das war keineswegs ein Catenaccio. Und es gelang den Wölfen nicht den Ball von hinten herauszuspielen. Ab und zu versuchte ein Viktor, ein Johann oder ein Nannok auszubrechen, für Entlastung zu Sorgen, half alles nichts. FC Karlshorst war abgeklärter, verteidigte, ging mit 3 oder gar 4 Mann auf einen Wolf - wie unfair :-)Karlshorst erhöhte auf 0:3, 0:4, 0:5 und ich glaube dann waren die ersten 20 Minuten um und es gab erstmal eine Halbzeitpause. Peter und Ralf, Trainer der Steppkes führten intensive Pausengespräche und erklärten den Steppkes ihre Beobachtungen, gaben Anweisungen für die 2. Halbzeit. Die zweite Halbzeit, diesmal wird anders herum gespielt. Allerdings hat sich nicht allzuviel geändert. Karlshorst marschierte durch den Wald und schoß seine Tore wie am Fließband.



0:7, 0:8, 0:9 ... zweistellig 0:10.Dann geschah etwas unglaubliches,wenn man den bisherigen Spielverlauf haarscharf beobachtet hatte. Yuri erobert den Ball im eigenen 9 Meterraum, spielt zu Nannok, dieser sieht Viktor, vorbei an 1,2,3 Karlshorstern, schickt Johann die einzige Sturmspitze. Karlshorst sehr überrascht, ein Verteidiger grätscht Johann im gegnerischen Strafraum von hinten um. Jedoch ein Pfiff blieb aus. Schade, aber sehr ansehnlich und ein Funken Hoffnung.Die Wölfe kassierten Gegentor 11,12,13,14 und 15. Das wars dann auch - Schlusspfiff! Im Anschluß gab es ein 9 Meterschießen. Vielleicht treffen die Wölfe jetzt, jeder Spieler konnte sich beweisen, die ersten Wolfsschüsse wurden pariert, Johann mit einem Pfostenschuß, Torwart sprang in die anderen Ecke und dann die Erlösung. Jakob, der Keeper der Wölfe, trifft sicher, so sicher als hätte er in seinem Leben nie etwas anderes gemacht als 9 Meter schießen. Vielleicht hätte er draußen spielen sollen, aber nein, er hielt von 4 Schüssen 3 und hatte hohen Anteil daran nicht dreistellig  verloren zu haben. Nachdem Spiel gab es ein faires Shakehands und eine Urkunde für jeden Steppke, großen Applaus von den Zuschauern. Was will man mehr.....

 
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